Offener Aufruf zur besseren Wasserversorgung der Landschaft im Land Brandenburg

 

Sehr geehrter Herr Minister Vogelsänger,

die Landschaft trocknet im Land Brandenburg seit Jahren in weiten Teilen zunehmend aus. Die Waldbrände in den letzten Wochen sind nur eine Folge davon.

Dabei gibt es Möglichkeiten, die Wasserversorgung der Wälder, Felder und Wiesen zu verbessern.

An den Küsten kommt der Regen aus der Verdunstung durch die großen Ozeane. Bei uns im Landesinneren sind es die Pflanzen, die das Wasser abgeben. Je mehr Blattmasse, desto mehr Wasser wird verdunstet und bildet Regenwolken.

Wir erkennen es vor allem am Fehlen der Regenwolken über Flächen, die arm an Pflanzen sind. Die ankommenden Regenwolken lösen sich über den gehölzarmen Flächen mit ihrer trockenen und warmen aufsteigenden Luft auf.

Über dichtem Wald wird dies seltener beobachtet.

Dichte Feldhecken bremsen den Wind auf mehreren hundert Metern und damit auch die Austrocknung unserer Böden. Dichtes Buschwerk rings um die Waldränder schützt den Wald vor dem austrocknenden Wind. Auf diese Weise umhüllter Wald behält zum großen Teil das verdunstete Wasser, es bleibt im Kreislauf.

Ein unterholzreicher Waldrand in Kombination mit einem Schutzgürtel aus Hecken um den Wald verhindert die meisten Waldbrände und lässt die Bäume wieder gesunden.

Ich sehe hier die Landbesitzer in der Pflicht, Flächen aus der Bewirtschaftung zu nehmen. Gemäß dem Grundsatz "Eigentum verpflichtet!" brauchen wir einen 10 m breiten Heckenstreifen um jeden Wald herum. Dieser entsteht am besten, indem die Fläche komplett aus der Nutzung genommen wird. Sie darf auch nicht mehr von den landwirtschaftlichen Maschinen befahren werden. Die Pflanzen, die sich dort von selbst ansiedeln, haben die besten Überlebenschancen.

Und vom Waldrand her nach innen müssen ebenfalls die ersten 10 m aus der Nutzung genommen werden. Es muss dichtes Unterholz zugelassen werden. Abgestorbene Gehölze müssen liegen bleiben, sie nehmen in feuchten Zeiten viel Wasser auf.

Sie als Minister für Ländliche Entwicklung, Umwelt und Landwirtschaft stehen den Interessen der Landwirte, Waldbesitzer und des Naturschutzes gleichermaßen vor. Deshalb sehe ich die Aufgabe bei Ihrem Ministerium, die Landbesitzer zum Handeln und zum Anlegen von Windschutzstreifen zu bringen.

Mit freundlichen Grüßen

Andreas Hinz                                                                                     12. Juli 2019

 

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